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Hamburg


Der Wet-T-Shirt-Marathon – gut hydriert durch die Hansestadt


Der Unterschied zwischen persönlicher Bestzeit und der Entdeckung der Langsamkeit ist cirka 100 Nanometer groß und hört auf die Namen Rhino, Entero oder Mastadeno. Nein, das sind nicht die drei Pizzabäcker vom Lieblingsitaliener an der Ecke, sondern die Hauptverdächtigen für den grippalen Infekt und der daraus resultierenden Bronchitis, die mich in der Hochphase der Marathonvorbereitung lahm gelegt hat. Nun wäre es aber ausgesprochen ungerecht, nur den kleinen viralen Strolchen die Schuld in die Laufschuhe zu schieben, denn auch mein chronisch unterversorgtes Vernunftzentrum und der hanseatische Wettergott spielen eine nicht unerhebliche Rolle in dieser läuferischen Tragödie … | MEHR |

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Laufperle


Vier Freistarts beim CRAFT Women’s Run
Anmeldung beendet – Ergebnis der Verlosung siehe unten


Aus langjähriger Erfahrung im Superfaneinsatz für meine Laufperle weiß ich, dass man(n) zwischen strömendem Regen im Berliner Tiergarten und brütender Hitze im Hamburger Stadtpark eine Menge bei Frauenläufen lernen kann. Zum Beispiel, dass der meist aus Kosmetikprodukten bestehende Inhalt des Starterbeutels weitaus wichtiger ist, als irgendwelche Medaillen, Bestzeiten oder Urkunden, aber auch, dass sich Prosecco nur bedingt eignet, um die Dehydration gleich hinter der Ziellinie auszugleichen. Man(n) erfährt zudem, dass es relativ schwierig ist, die Göttergattin im endlosen Meer aus Brombeershirts zu orten und dass man den Damen im gelb-schwarzen Dress besser nicht „Lauft ihr süßen Hummeln!“ zurufen sollte, wenn man keine bösen Blicke der selbsternannten „flotten Bienen“ ernten möchte. Kurzum, uns gockelhaft mit Bestzeiten und Streckenlängen prahlenden Herren der Schöpfung, ist dieses Laufen aus purer Freude am Laufen suspekt und deshalb ist es durchaus sinnvoll, hin und wieder Läufe eigens für die sonderbare Spezies der Frauen zu veranstalten. | MEHR |

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Insellauf


Mit Restbronchitis durch Wilhelmsburg


DAS war definitiv nicht deine beste Idee“ schießt es mir immer wieder in den heftig schmerzenden Kopf, während ich durch den Hamburger Hafen in Richtung Heimat cruise. Wie kann man sich nach einem der schönsten Halbmarathons der Hansestadt, bei etwas windigem aber herrlich sonnigem Frühlingswetter, einer wie immer rundum perfekten Organisation und netten Gesprächen zum verdienten Zielbier nur so schlecht fühlen und so maßlos enttäuscht sein? Die Ursache liegt leider recht schnell und viel zu offensichtlich auf der Hand – die eigene Unvernunft war es, die zu diesem Desaster geführt hat. | MEHR |

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Barcelona


Chocolate y Churros beim Shoppingmarathon


Was dabei herauskommt, wenn einer der charismatischsten Rocksänger aller Zeiten gemeinsam mit einer gefeierten katalanischen Operndiva eine Hymne auf eine der schönsten Städte Europas einspielt, haben uns Freddy Mercury und Montserrat Caballé im Jahre 1987 eindrucksvoll vorgeführt. Eine klebrige, vor lauter Pathos triefende Rockoper namens „Barcelona“, die an Kitsch kaum zu überbieten ist. Trotzdem oder vielleicht auch gerade deswegen treibt mir der Song einen wohligen Schauer über den Rücken und die Tränen in die Augen, als ich im Konfettiregen über die Startline am Plaça d’Espanya laufe und zum Sightseeing durch die wunderschöne und abwechslungsreiche Metropole aufbreche. Gut 42, wie immer viel zu lange, Kilometer, bei strahlendem Sonnenschein und recht kühlen, zum Laufen aber optimalen 10–15 Grad. „Läuft bei dir“, denke ich auf der ersten Hälfte der Sightseeingrunde, bevor ich pünklich kurz vor Kilometer 30 einbreche und mich vor meinem geistigen Auge schon nach weit über fünf Stunden ins Ziel taumeln sehe. „Sollte wirklich so unglamourös enden, was mit viel Pathos gestartet wurde?“ frage ich mich, als plötzlich Mary auftaucht. | MEHR |

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Frühling


Krokusblüten und Knäckebrot im Schlosspark


Manchmal muss man seine Erwartungen nur niedrig genug ansetzen, um sie dann glorreich übertreffen zu können. Da mir aber der Wettkampf am vorherigen Wochenende, ein paar Tage nach dem Sevilla-Marathon bereits eindrucksvoll bewiesen hat, dass von meinen Beinen aktuell nicht besonders viel zu erwarten ist, bin ich an diesem Sonntag gänzlich ohne Ambitionen in Sachen Zielzeit unterwegs und auch beim Austragungsort des heutigen Volkslaufs, habe ich mir vorab kein Bild davon gemacht, was mich erwarten könnte. Doch unverhofft kommt oft und das was an diesem Tag folgt, hätte auch meine kühnsten Erwartungen übertroffen. | MEHR |

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Sevilla


 Sommermarathon im Februar


Eine milde Brise weht durch die Gassen der Altstadt und lässt die Blätter der Palmen und Orangenbäume leise im Wind rauschen, während sich der Duft von Weihrauch in die frühlingshafte Abendluft mischt. „Klipp-Klapp, Klipp-Klapp“ hallt es durch die Avenida de la Constitución, neben mir die Hufe eines edlen Zugtiers mit seinem touristenbefüllten Anhängsel und hinter mir der Rollkoffer, der über das Pflaster klappert, während ich in Richtung der Kathedrale von Sevilla schreite. Das nasskalte und graue Hamburg für ein paar Tage hinter sich lassen und den ersten Marathon des Jahres in der prächtigen Hauptstadt Andalusiens gemeinsam mit den Sevillanos zelebrieren, so der Plan. Bereits der erste Abend nach der Ankunft präsentiert sich äußerst vielversprechend und macht Lust auf die folgenden vier Tage | MEHR |

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Die Wildnis


 Expeditionen ins Tierreich


„Guten Abend meine lieben Freunde“ mit diesen Worten begrüßte Professor Grzimek vor einer gefühlten Ewigkeit die Zuschauer seiner abendlichen Fernsehsendung „Ein Platz für Tiere“. All jene von euch, die sich wie ich noch an diese Zeiten erinnern können, in denen das Deutsche Fernsehen aus nur drei Sendern bestand und das Programm kurz nach Mitternacht mit dem Testbild endete, die sollten sich beim Lesen des folgenden Berichtes vorstellen, Bernhard Grzimek würde ihn in seiner unnachahmlichen, nasalen Sprechart vortragen oder ein anderer große Tierfilmer namens Heinz Sielmann würde uns an seinen „Expeditionen ins Tierreich“ teilhaben lassen. Beide waren nicht nur Zoologen und Biologen, sondern auch Verhaltensforscher und somit wäre auch die äußerst seltsame Spezies des Homo Procurrens, umgangssprachlich auch „Läufer“ oder „Jogger“ genannt, ein dankbares Forschungsprojekt der Herren Sielmann und Grzimek gewesen. Da nun beide leider nicht mehr unter uns weilen, obliegt es mir, an diesem Sonntag die Forschungen zu diesem Thema ein wenig voranzutreiben. | MEHR |

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#crewlove


von den Tide Runners zum 100mc


Seid ihr bereit, für eine kleine Zeitreise zu den Anfängen meiner „Läuferkarriere“? Da es diesen Blog erst seit Kurzem gibt, ich aber als Läufer schon eine ganze Weile unterwegs bin, werde ich in den kommenden Beiträgen auch immer wieder mal auf Ereignisse und Erfahrungen aus der Vergangenheit zurückblicken. Der heutige Post zum Thema „Laufgruppen“, bietet sich für einen ersten Rückblick an, denn ich durfte bereits ein paar davon kennenlernen und an ihnen teilnehmen. Aber schön der Reihe nach … | MEHR |

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Walkürenritt


Richard Wagner, die Treppen & der lange Lauf


Sonntagmorgen, 9 Uhr, und ich stehe schlotternd am Ententeich. Kein Volkslauf wartet auf meine ruhmreiche Beteiligung, keine Flugreise hat mich zu einem Lauf in wärmere Gefilde entführt, nein, auf mich wartet der trostlose Trainingsalltag einer Marathon-Vorbereitung. Die Einheit, die bei mir noch weniger Begeisterung auslöst, als Rumpfübungen oder Tempointervalle, das läuferische Elend in seiner ausgedehnten Form – der lange Lauf! Da die Beschreibung eines autistischen Dreistundenlaufes in etwa so unterhaltsam ist, wie eine Wurzelresektion beim Zahnarzt, wird dieser Beitrag auch Themen behandeln, die sich abseits und sogar unter der Laufstrecke abspielen und zwischen Runners-High und totaler Erschöpfung im blutleeren Hirn eines Läufers noch Platz finden. | MEHR |

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Runde Vier


oder der Schnee von gestern


Während ich diese Zeilen schreibe, hat die Hansestadt längst wieder ihr Lieblingskleid das monochrome Grau angelegt und peitscht den Nieselregen in die trüben Montagsgesichter der leidgeplagten Hamburger. Die „Perle“ an der Elbe zeigt sich mal wieder von ihrer besten Seite mit jeder Menge „Igittigitt“ und ganz viel „Bäh“. Ich finde ja, wer Hamburg ernsthaft für die schönste Stadt der Welt hält, hat noch nicht viel gesehen von der selbigen. Aber gestern, war er dann doch da – kurz, intensiv und in seiner schönsten Form, der hanseatische Winter. | MEHR |